erkranken pro Jahr ca 30.000 Menschen an Harnblasenkrebs, umgangssprachlich kurz Blasenkrebs genannt.
Männer sind etwa dreimal so oft betroffen wie Frauen.
Aktuell
Aktuell
erkranken Männer im Alter von Ø 72 Jahren, Frauen im Alter von Ø 74 Jahren.
Frühsymptome
Führend ist die schmerzlose Hämaturie, welche makroskopisch - also mit dem bloßen Auge - sichtbar ist oder welche mikroskopisch, also mit bloßem Auge nicht erkennbar ist und zum Beispiel mit Hilfe von Urinsticks nachgewiesen wird.
Seltener sind Harndrang, Pollakisurie und Dysurie ohne begleitende schmerzlose Hämaturie.
Die schmerzlose Hämaturie ist bis zum endoskopischen Nachweis des Gegenteils verdächtig auf ein Karzinom in der Harnblase.
Deshalb muss jeder Befund mit Blut im Urin, der ohne Schmerzsymptomatik einhergeht durch eine endoskopische Untersuchung abgeklärt werden.
RisikoCheck
die Wahrscheinlichkeit ein Blasencarcinom zu entwickeln wird erheblich durch die Lebensführung eines Menschen bestimmt.
Risikofaktoren können definiert werden und finden im Rahmen einer beruflichen Exposition auch Anerkennung durch die Deutschen Berufsgenossenschaften.
Der arbeitsmedizinische Anteil der Blasenkrebsfälle beträgt 10%.
Neben diesen berufsbedingten Noxen kommt als wichtigster Faktor aus unserer alltäglichen Lebensführung das Rauchen hinzu, welches ungefähr 50% aller Blasenkrebserkrankungen ausmacht.
Eine relative Beeinflussung ist durch Alter, Geschlecht und familiäre Belastung gegeben sowie auch eine mögliche Induktion durch medizinische Maßnahmen, wie eine Radiatio des kleinen Beckens oder eine Cyclophosphamid-Chemotherapie.
Internationale epidemiologische Übersichtsanalysen
bei neu erkrankten Blasenkarzinompatienten zeigen folgendes Verteilungsmuster
- 66 - 75 %
- der betroffenen Patienten haben ein oberflächliches Blasenkarzinom
- 25 - 34 %
- der betroffenen Patienten haben ein die Blasenwand infiltrierendes (=durchdringendes) Karzinom